Meine (schlechten) Erfahrungen mit dem Clubleben!!

Warum und weshalb der Name "Freie BMW Freunde"? Vor allem das Wort "Freie"?

Dafür muss ich ein wenig ausholen.
Vor zirka einem Jahr stellte man mir die Frage ob ich einem BMW Club beitreten wolle. Auf Grund meiner selbständigen Tätigkeit und den damit verbundenen Zeitaufwand war ich sehr skeptisch, habe aber dann doch zugesagt. Mit den Bedingungen konnte ich eigentlich auch sehr gut leben und ausserdem lernte man so ja auch neue "Freunde" kennen. DACHTE ICH ZUMINDEST!!
In dem Clubname war das Wort "Freunde" enthalten. Nur einen Gemeinschaft unter "Freunden" gab es nicht wirklich. Ich möchte den Clubname hier nicht nennen, da ich denen keine Lobby geben möchte.

Leider stellte sich nach und nach raus, dass das Ganze schon eher einer Diktatur gleich kam.

Hier mal eine kleine Aufzählung der Statuten:

- Jeden ersten Samstag sollte eine Clubsitzung stattfinden.
- Der Clubbeitrag war monatlich erst 10 Euro und später dann 15 Euro.
- Teilnahme an den Clubsitzungen waren Pflicht.
- Teilnahme an Treffen waren auch Pflicht.
- Es war Pflicht "geschlossen" zu einem Treffen zu fahren. Geschwindigkeitsgrenze inklusive.
- Die passende Clubkleidung zu tragen war Pflicht auf Treffen und auch bei Clubsitzungen wurde darum gebeten.
- Man musste im Besitz eines BMW sein, bzw. innerhalb der nächsten 6 Monate einen fahren.


Im Groben sah das dann so aus:

Jeden ersten Samstag die Clubsitzung:
Das war eigentlich in Ordnung. Allerdings wurde dann erst mal in Ruhe über die "Mitglieder" die nicht an der Sitzung teilgenommen haben abgelästert bis zum abwinken. Es wurde geprüft und gemutmaßt warum und weshalb derjenige nicht anwesend ist. Jedes nicht anwesende Mitglied wurde erst mal der Lüge bezichtigt und der Grund des nicht Erscheinens war prinzipiell eine Ausrede. Das Schlimme aber war, dass ich mich davon habe beeinflussen lassen und in die gleiche Kerbe geschlagen habe.

Der Clubbeitrag war monatlich erst 10 Euro und später dann 15 Euro:
Auch der Clubbeitrag war vollkommen in Ordnung. Damit konnte jeder leben. Dieser wurde bei den Clubsitzungen immer in bar entrichtet. Na ja, manche zahlten nur sporadisch und daher wurde dann irgendwann eine "Strafgebühr" fällig, wenn man nicht innerhalb von ein paar Tagen nach der Sitzung bezahlt hat. Die Summe der Clubkasse sollte benutzt werden um bei Treffen für das leibliche Wohl zu sorgen. Da sind monatlich zirka 150 Euro für die Clubkasse gewesen. Macht im Jahr 1800 Euro. Ok, mal waren es mehr Mitglieder mal weniger. Daher gehen wir mal im Schnitt von 1300 Euro/p.a aus. Clubkleidung musste selber bezahlt werden. Das Schild mit dem Clubnamen wurde gestellt, gegen 15 Euro Pfand. Bei Treffen wurde jeder gebeten Sachen mitzubringen. Also eine Gruppe brachte Süßigkeiten mit, die anderen Getränke, etc. Allerdings wurde die nicht aus der Clubkasse bezahlt!! Auch der Eintritt bei Treffen wurde von jedem Mitglied extra bezahlt. Auf den Clubtreffen gab es zwar einen Kühlschrank mit kalten Getränken, aber auch die mussten bezahlt werden. Mir stellt sich nun die Frage, WAS passierte oder passiert mit dem Geld? Gut, die Webseite musste bezahlt werden (60 Euro im Jahr). Winking Immerhin wurden Aufkleber gestellt und es gab eine Clubmedaille. Trotzdem die Kosten gegen den Beitrag gerechnet, kommt nicht ganz hin!! Ein Schelm, wer was böses denkt!! Ach ja, es gab ja auch eine Weihnachtsfeier in einem Schnitzelhaus. Die wurde aus der Clubkasse bezahlt. Aber die Getränke musste jeder selber bezahlen, nur das erste Getränk war inbegriffen).
Wenn ich jetzt mal grob rechne:
Nach Abzug aller Kosten die im Laufe des Jahres so anfallen, bleiben noch zirka 800 Euro übrig. Bei 20 Personen macht das 40 Euro pro Kopf (Partner waren auch eingeladen). Ich komme aus der Gastronomie und ich weiß, was man für 40 Euro pro Kopf bezahlt. Gegenrechnung: das Essen auf meiner Hochzeit hat für 12 Personen inkl. Getränke 30 Euro pro Kopf gekostet. Allerdings in einem Restaurant mit einem Stern und kein Schnitzelhaus. War mir aber egal, da für mich der Spaß- und Gemeinschaftsfaktor entscheidend war.

Teilnahme an den Clubsitzungen waren Pflicht:
Nahm man mehrmals nicht daran teil, dann wurde mit Ausschluss aus dem Club gedroht. Allerdings gab es auch eine Ausnahme, die arbeitende Bevölkerung. Da wurde dann mal gesagt: "Ist doch egal, Hauptsache er zahlt seinen Beitrag!". Wie dem auch sei, andere traf es da schon schlimmer. Wie schon oben geschrieben, wurde jeder Grund hinterfragt, kontrolliert und geahndet. Während einer Clubsitzung war es Pflicht sein Handy auszuschalten. Dies wurde auch Diktatorisch durchgezogen. Ein Grund, warum unser Mitglied Patrick aus dem Club ausgetreten ist. Er weigerte sich das Handy auszuschalten, da er ein Anruf erwartete von einem Interessenten für sein Auto. Der Vorstandsvorsitzende war aber der Meinung das dies kein ausreichender Grund sei. Es eskalierte und Patrick flog aus dem Club.

Teilnahme an Treffen waren auch Pflicht:
Wenn es zu anderen BMW Treffen ging dann war die Teilnahme Pflicht. Man musste an so und so viele Treffen im Jahr teilnehmen, sonst war man raus aus dem Club. Selbst wenn man einen Grund hatte wurde man schief angeschaut. Allerdings gab es auch da wieder Ausnahmen. Da man es selber nicht mag, dass über einen gelästert wird, wurden dann Hinderungsgründe erfunden. Alleine schon die Tatsache, dass man eine Ausrede erfinden musste, weil man vielleicht keine Lust hatte an einem Treffen teilzunehmen, ist schon ein Witz. Auch da war es so, dass man kontrolliert und alles hinterfragt wurde.

Es war Pflicht "geschlossen" zu einem Treffen zu fahren. Geschwindigkeitsgrenze inklusive:
Wenn es zu einem BMW Treffen ging, dann wurde sich erst gemeinschaftlich irgendwo an einer Tankstelle oder Raststätte getroffen. Auch das ist eigentlich in Ordnung. Macht ja auch Spaß zusammen dorthin zu fahren. Nur musste man auch pünktlich da sein und vor allem teilweise morgens um 5 Uhr. Über Nachzügler wurde sich erstmal das Maul zerrissen. Es gibt nun mal auch Menschen die an einem Samstag oder Sonntag ein wenig länger schlafen wollen. Zurück dann das Selbe. Es wurde zwar "geduldet" wenn einige meinten "auszubrechen" und mal Gas gegeben haben, aber gerne wurde das nicht gesehen. Auch ein verfrühtes "Abrücken" vor Ende eines Treffens wurde "geduldet". Immerhin!!

Die passende Clubkleidung zu tragen war Pflicht auf Treffen und auch bei Clubsitzungen wurde darum gebeten:
Ok, im Grunde ist dagegen nichts einzuwenden. Allerdings wurde man schief angeschaut, wenn man an regnerischen Tagen halt einen Pulli angezogen hat oder man zur Weihnachtsfeier im Winter nicht im T-Shirt kommen wollte. Ausserdem war die Clubkleidung einfach unterirdisch hässlich, gerade zu Weihnachten.
Die Enttäuschung über das nicht tragen war dem Vorstand ins Gesicht geschrieben und auch darüber wurde hinterher gelästert. Auch da wurde ein Nichterscheinen hinterfragt und hinterher spioniert.

Man musste im Besitz eines BMW sein, bzw. innerhalb der nächsten 6 Monate einen fahren:
Das war eigentlich schon ein Brüller. Denn es gab ein Ehrenmitglied (Sorry, Julien) mit einem Opel. Im Grunde ja nicht schlimm, denn das Ehrenmitglied war/ist ja BMW Fan. Allerdings frage ich mich, warum man solche "Gesetze" niederschreibt und auf der anderen Seite für andere wieder aufhebt. Ganz nach dem Motto: "Ich biege und dehne meine aufgestellten Regeln nach meinen Vorstellungen". Dann gab es einen der nur "Beifahrer" war. Er galt als Mitglied aber ohne Fahrzeug.
Alles schien irgendwie inkonsequent und reine Auslegungssache zu sein.


Wenn ich das Alles so im Nachhinein betrachte kommt mir das kalte Kotzen. Es wurde gelästert, intrigiert, bespitzelt und hinterfragt. Einmal war man der Gute und dann wieder der Böse. So, dass war nun das Clubleben wie ich es kennenlernen musste. Das Schlimmste war aber, dass immer von Freunden gesprochen wurde, Freunde die sich gegenseitig helfen. Das Gegenteil war der Fall!! Nur Lug und Betrug!!! Und geholfen wurde mit bei meinem e36 auch nicht, im Gegenteil, verhunzt wurde die Karre. Folie die nicht hält, weil schlecht verklebt. Löcher die in meine Stoßstange gebohrt wurden. Spiegel die nicht richtig lackiert wurden. Scheinwerfer wo man mir beim Einbau von Xenon die Stellmotoren vernichtet hat. Kabel die einfach mit Stromdieben verbunden und nicht richtig isoliert wurden. Die halbe Karre ist deswegen fast abgefackelt. Die Ganze Lichtanlage war ein Lichtorgel. Soffitten wurden verbaut die der letzte Rotz waren. Man hat mir soviel versprochen und es wurde nichts eingehalten. Und ich habe jedes Mal dafür bezahlt!!! Soviel zum Thema Freunde helfen Freunde. An dieser Stelle möchte ich mich bei Marcel bedanken, der mir nicht nur die Augen geöffnet und dazu beigetragen hat, dass das alles aufgedeckt wurde, nein er hat Stunden über Stunden damit verbracht aus meiner verhunzten Karre wieder ein Auto zu machen! Das sind Freunde, wirkliche Freunde!!

Das Ganze eskalierte dann am 07. April 2012. Da stellte sich raus, dass ich auch persönlich vom 1. Vorstandsvorsitzenden bis auf's Letzte belogen und betrogen wurde. Das aber an einer anderen Stelle, dass gehört hier nicht hin.


Betonen möchte ich, dass nicht in allen BMW Clubs so eine Diktatur herrscht und dies nur meine Erfahrungen mit einem bestimmten Club sind!!!

Startseite und Logo erstellt

Heute wurde die Startseite und das vorläufige Logo erstellt.
Weitere Arbeiten werden folgen.

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Gruß
Sebastian

© 2012 Sebastian Spielhagen